Die Situation

Manchmal belasten schwerwiegende, unvorhersehbare Ereignisse das Arbeiten. Ein Mitarbeiter stirbt bei einem Autounfall; eine Kollegin wird mit schwerer Erkrankung arbeitsunfähig. In solchen Krisen, die meist von außen „hereinbrechen“, reagieren Menschen unterschiedlich. Manche wehren die aufkommende Wut und das Entsetzen ab; andere sind erschüttert und fassungslos; wieder andere entwickeln starke Schuldgefühle. Führungskräfte fragen sich in einer solchen Situation, wie sie sich verhalten sollen: die Krise Ansprechen? Verschweigen? Einfach weiterarbeiten?

Das Ziel

Das Hauptziel einer Krisenintervention ist die Wiederherstellung von Handlungsfähigkeit der Betroffenen. Das gelingt nicht durch Verleugnung der Situation, sondern durch ihre Annahme. Dabei werden die Unterschiede in der Verarbeitung als normale Reaktionen wahrgenommen und akzeptiert. Der Druck im System reduziert sich. Emotionale Blockaden lösen sich, und die Trauer kann beginnen.

Der Weg

In Einzel- oder Gruppengesprächen versuchen wir behutsam, die aufwühlenden Emotionen zu sondieren, die in einer solchen Krise entstehen. Schon das Benennen des Themas verhindert eine Tabuisierung. Manchmal klärt sich dann, wie ein guter Kontakt zu einem erkrankten Kollegen hergestellt wird. Manchmal, nach einem Todesfall beispielsweise, geht es auch darum, angemessene Formen des Abschieds zu finden. Häufig genügt dabei ein einmaliges Treffen mit den betroffenen Mitarbeitern. Manchmal sind Folgegespräche sinnvoll, gerade wenn sich Trauer als schwierig erweist.


„Ich war froh, dass ich im Team über meine Gefühle sprechen konnte. Es war gut, dass jemand von außen dabei war, der einen Rahmen vorgegeben hat.“

Sie benötigen Unterstützung bei einer Krisensituation in Ihrem Team oder Unternehmen? Wir klären gemeinsam, wie wir Ihnen zur Seite stehen können.